Dienstag, 14. November 2017

Wetter: Neues vom Winter 2017/2018 - mild oder kalt?

Wir verfolgen bereits seit einigen Wochen die aktuellen Klimatrends des staatlichen US-Wetterdienstes NOAA. Dort werden neben den klassischen Wetterprognosen für die nächsten 5 bis 10 Tage regelmäßig so genannte Klimatrends erstellt. Diese Klimatrends versuchen dann ganz rudimentär abzuschätzen wie die kommenden Monate bzw. die kommende Jahreszeit werden könnte. Das ist bisher immer noch eine sehr experimentelle Vorgehensweise und man sollte danach tunlichst nicht seinen Winter- oder Sommerurlaub planen, denn solche Trends können maximal abschätzen, ob eine Jahreszeit wärmer oder kälter oder trockener oder nasser werden könnte. Keinesfalls kann man damit das Wetter an bestimmten Tagen in den nächsten Monaten vorhersagen. Die Frage nach weißer Weihnachten können diese Trends also nicht beantworten.
jedes Jahr die spannende Frage: Wie wird der kommende Winter?
Seit Wochen steht der Klimatrends des US-Wetterdienst auf Mildwinter. Und dabei bleibt es auch bei der aktuellsten Berechnung. Der Winter könnte in ganz Europa wärmer ausfallen als im langjährigen Durchschnitt, in Deutschland um bis zu 2 Grad wärmer als üblich. Zudem soll es deutlich mehr Niederschlag als normal geben und der würde aufgrund der warmen Temperaturen wohl häufig als Regen fallen. Dieser Klimatrend deutet darauf hin, dass uns ein typischer milder Westwindwetterwinter bevorsteht. Das bedeutet: vom Atlantik kommen immer wieder Tiefs mit milder Luft, viel Regen und einem hohen Sturmpotenzial Richtung Mitteleuropa gezogen. Das könnten also sehr stürmische und wechselhafte Tage und Wochen werden. Doch daneben gibt es auch noch weitere Klimatrends wie zum Beispiel vom privaten US-Wetterdienst accuweather, aber auch vom Deutschen Wetterdienst.

Aber: Ein unterm Strich bis zu 2 Grad zu warmer Winter schließt trotzdem nicht aus, dass wir es ab und zu mit Kaltluft und vielleicht sogar Schneefällen bis ganz runter zu tun bekommen. Das bedeutet nur, dass die Temperaturabweichung gemittelt über die Monate Dezember bis Februar um bis zu 2 Grad nach oben abweichen soll. Wir wissen nicht, ob es in diesem Zeitraum nicht doch 1, 2 oder sogar 3 sehr kalte Wochen mit Schnee geben kann. Daher ist die Verwendung dieser Trends mit Vorsicht zu genießen und deren Einsatz sehr, sehr beschränkt.
aktuell berechnete Temperaturabweichungen für den kommenden Winter, Quelle: US-Wetterdienst NOAA
Auch der private US-Wetterdienst accuweather hat für Europa einen Trend mit den so genannten Winter-Highlights 2017/2018 herausgeben. Er rechnet vor allem in Westeuropa häufig mit Stürmen und das auch in Deutschland. Aber: in der zweiten Winterhälfte sehen die Kollegen dann recht häufige Kaltluftvorstöße nach Mitteleuropa und nach Deutschland. Sie setzen somit in Deutschland auf einen ausgeprägten Spätwinter.
"Hightlights" für den kommenden Winter, Quelle: accuweather
Neben diesen beiden genannten Wetterdiensten ist übrigens auch der Deutsche Wetterdienst am Thema langfristige Wettertrends dran, auch wenn man manchmal das Gefühl hat das geschieht dort eher im stillen Kämmerlein und man möchte öffentlich nicht so gerne darüber sprechen. 😃

Dabei kann sich jedermann unter www.dwd.de die „aktuelleJahreszeitenvorhersage“ des Deutschen Wetterdienstes anschauen. Entwickelt und betrieben werden diese Jahreszeitenvorhersagen von einer ganzen Reihe seriöser wissenschaftlicher Einrichtungen, wie etwa der Universität Hamburg oder dem Max-Planck-Institut für Meteorologie.

aktuell berechnete Temperaturabweichungenfür den kommenden Winter, Quelle: Deutscher Wetterdienst
Für Deutschland wird dort aktuell ebenfalls ein warmer Winter berechnet, allerdings liegen dort die Abweichungen nur bei 0,5 Grad über dem langjährigen Durchschnitt, also deutlich unter den Abweichungen die die Kollegen der NOAA berechnen. Das wäre nur eine minimale Abweichung nach oben und könnte gefühlt zumindest einen doch eher kalten Winter entsprechen. Im Vergleich zum im Oktober erstellten Trend wurde hier sogar etwas zurück gerechnet. Damals lag der Trend bei einer berechneten Abweichung von bis zu 1 Grad über den Durchschnittswerten, nun nur noch um 0,5 Grad.

Deutet sich hier etwa ein Umschwung hin zu einem eher zu kalten Winter an? Das wird man erstmal abwarten müssen. Es bleibt auf alle Fälle spannend...

Montag, 6. November 2017

Wetter: Heftiger Wintereinbruch zur Monatsmitte? Was bedeutet das für den kommenden Winter?

Im Alpenvorland und im Schwarzwald sind wie erwartet die ersten Flocken der neuen Wintersaison vom Himmel gekommen. Nun bleibt es erstmal deutlich kälter als zuletzt und zur Monatsmitte deutet sich sogar ein Wintereinbruch bis in die tiefen Lagen an. Sicher ist das allerdings noch nicht. Zunächst bringt der November für die Jahreszeit normale Temperaturen um 10 Grad am Tag und um 5 Grad in der Nacht. In einigen Regionen kann es stellenweise Luft- oder zumindest Bodenfrost geben.
Massiver Kaltluftvorstoß nach Monatsmitte?
Ein möglicher früher Wintereinbruch im November ist oftmals - und das zeigt die Statistik- ganz gutes Zeichen für einen kalten und schneereichen Winter. Nach frühzeitigen Schneefällen im November folgte in den vergangenen Jahren häufig ein eher milder und regnerischer Winter. 

Das könnte auch in diesem Jahr durchaus wieder der Fall sein, denn die US-Wetterbehörde NOAA erwartet auch für den kommenden Winter deutlich milderes Wetter als im langjährigen Durchschnitt. In Deutschland könnte der Winter demnach 2 bis 3 Grad wärmer als im langjährigen Klimamittel ausfallen. In Russland könnte diese Abweichung sogar mehr als 3 Grad betragen. In keiner Region Europas wird nach diesen Berechnungen ein "zu kalter" oder "normaler Winter" erwartet. 
der Winter 2017/18 könnte in ganz Europa deutlich wärmer als im langjährigen Durchschnitt ausfallen
Ob es denn tatsächlich so kommt, kann heute natürlich noch kein Mensch sagen. Dies ist nur ein Klimatrend und keine Wettervorhersage. Zudem ist es in Zeiten des Klimawandels keine große Kunst immer wieder auf einen "milden" Winter zu setzen. 

Letztlich kann es in Sachen Winter ohnehin nur heißen: Abwarten! Ende Februar 2018 wissen wir definitiv mehr... :-)

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Wetter: Polarexpress rauscht heran - der Winter sendet erste Grüße!

Wer heute Morgen früh aus dem Haus gegangen ist, dem ist vielfach ein recht warmes Lüftchen um die Nase geweht. Die Nachtwerte lagen zum Teil deutlich über 10 Grad, am Niederrhein sogar knapp über 15 Grad. Das sind Temperaturen die werden wir am kommenden Wochenende nicht mal am Tag bekommen, denn es wird aus Norden deutlich kälter!

aus Norden rauscht am Wochenende sehr kalte Luft nach Mitteleuropa, www.wetter.net
Der Polarexpress nimmt einen ersten Anlauf auf Mitteleuropa. Richtiges Winterwetter bringt er uns allerdings noch nicht, zumindest nicht in den tiefen Lagen. Allerdings sinkt die Schneefallgrenze in den Mittelgebirgen auf 700 bis 500 m ab. Zum Reformationstag und an Allerheiligen erholen sich die Temperaturen ein wenig bevor dann ein weiterer Schwall Polarluft zu uns rauscht, dann auch mit Sturmgefahr. Das warme und sonnige Herbstwetter ist mit dem Monatswechsel erstmal vorbei.

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Mittwoch: 14 bis 22 Grad, viele Wolken, aber besonders im Südwesten auch Sonnenschein und warm, überwiegend trocken
Donnerstag: 14 bis 23 Grad, vielfach freundlich und trocken, zeitweise scheint zwischen den Wolken auch mal die Sonne
Freitag: 10 bis 17 Grad, es wird kühler und wechselhafter, aus Norden ziehen Schauerwolken auf
Samstag: 7 bis 14 Grad, viele Wolken, immer wieder Regen, zeitweise windig
Sonntag: 6 bis 12 Grad, oftmals trüb und bedeckt, immer wieder Regen, in den Mittelgebirgen und Alpen fällt ab 600 bis 700 m teilweise auch Schnee
Montag: 5 bis 10 Grad, ungemütlich frisches Herbstwetter mit Schauern
Dienstag (Reformationstag, Halloween): 5 bis 11 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer
Mittwoch (Allerheiligen): 5 bis 14 Grad, mal Sonne, mal Wolken, etwas wärmer als zuletzt, hin und wieder Schauer
Donnerstag: 5 bis 11 Grad, stürmisch, viele Wolken, immer wieder Regen, in den Mittelgebirgen kräftiger Wintereinbruch, Schneeflocken bis auf 500 m herab möglich
Freitag: 4 bis 10 Grad, windig, immer wieder Regen, ab 500 bis 600 m auch Schneeregen oder Schnee

Zum Monatswechsel steht in den Mittelgebirgen ein kräftiger Wintereinbruch ins Haus. Während es am kommenden Wochenende dort schon erste Schneeflocken gibt, könnte es ab Mitte der kommenden Woche auch für eine erste Schneedecke reichen. Zudem könnte Deutschland am nächsten Donnerstag ein Sturmtief erreichen. Es könnte also ziemlich turbulent werden. In den höheren Lagen der Mittelgebirge wären dann sogar erste Schneeverwehungen möglich.

Die Temperaturen erreichen heute und morgen regional noch mal sehr hohe Werte. Das könnte dann aber auch das letzte Mal für dieses Jahr so warm gewesen sein. Die Temperaturen stürzen ab dem Wochenende deutlich nach unten, regional um über 10 Grad. Der Winter macht sich das erste Mal so richtig bemerkbar.

Und Mitte nächster Woche steht schon der nächste Kälteschock bevor - es kommt erneut Polarluft zu uns!

Dienstag, 10. Oktober 2017

Wetter: Jetzt kommt der goldene Oktober - aber wie lange bleibt er?

Noch zeigt sich der Himmel über Deutschland vielfach grau in grau. Stellenweise fällt Regen. Doch das wird sich bald ändern. Vom Atlantik macht sich ein Hoch auf den Weg nach Mitteleuropa. Es wird wahrscheinlich den Namen Tanja tragen. Für uns bringt dies den goldenen Oktober. Zunächst wird es im Westen und Süden freundlich und trocken. Am Wochenende scheint die Sonne dann auch im Norden und Osten. Das gilt besonders für den Sonntag. Dann dürfen wir uns im ganzen Land über 8 bis 10 Sonnenstunden freuen. Die Temperaturen überspringen zum Teil deutlich die 20-Grad-Marke. Im Westen wird sogar an der 25-Grad-Marke gekratzt.
Über 20 Grad und Sonne: jetzt wird der Oktober golden
Am schwersten hat es der goldene Oktober im Norden und Osten. Dort ziehen in den nächsten Tagen immer wieder Wolken durch. Stellenweise lassen Sie auch noch etwas Regen zurück. Dagegen ist es ab Donnerstag im Westen und Süden oftmals schon trocken und sonnig.

Die Sonne muss sich aber aktuell schon ganz schön abmühen. Morgens gibt es häufig dichte Nebelfelder. Regional kann es bis zum Mittag dauern, bis sich diese aufgelöst haben. Manchmal gelingt das auch gar nicht. Dann bleibt es den ganzen Tag trüb.

Wie es nach dem Wochenende weitergeht ist noch nicht ganz sicher. Einige Wettermodelle sehen ab Montag wieder leicht wechselhaftes Wetter, andere Wettermodelle gehen von einer Fortdauer des ruhigen Herbstwetters aus. 

Der Wettertrend für die nächsten Tage:

Mittwoch: 15 bis 21 Grad, im Norden Regenwolken, sonst vielfach schon freundlich und trocken
Donnerstag: 14 bis 20 Grad, im Norden weiterhin Wolken und etwas Regen, sonst trocken
Freitag: 15 bis 21 Grad, Mix aus Sonne und regional dichten Wolken, meist trocken
Samstag: 16 bis 23 Grad, im Nordosten noch dichte Wolken, sonst nach Nebel überall sonnig
Sonntag: 17 bis 24 Grad, vielfach nach Frühnebel freundlich und trocken
Montag: 18 bis 25 Grad, erst sehr freundlich, zum Abend im Nordwesten Regenwolken
Dienstag: 15 bis 24 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, meist trocken
Mittwoch: 17 bis 24 Grad, überwiegend trocken, mal Sonne, mal Wolken

Sonnenscheindauer in Stunden für das kommende Wochenende:

Hamburg: Samstag 1 Stunde, Sonntag 10 Stunden
Köln: Samstag 8 Stunden, Sonntag 10 Stunden
Berlin: Samstag 3 Stunden, Sonntag 10 Stunden
München: Samstag 9 Stunden, Sonntag 9 Stunden

Mittwoch, 20. September 2017

Wetter: Kältester Winter seit 100 Jahren?

Wir erleben nun fast Jahr für Jahr einen neuen Jahrhundertwinter - zumindest auf dem Papier. Man kann schon die Uhr danach stellen: regelmäßig im September oder Oktober geistert die Meldung über einen vermeintlichen Extremwinter durch die Medienlandschaft. Dieses Jahr wurde diese Story von einigen Medien in Österreich herausgebracht, unter anderem von der Kronenzeitung. Und wie jedes Jahr sind diese Meldungen nicht seriös. Sie basieren auf keinen Fakten. Es wird immer nur von irgendwelchen Wissenschaftlern berichtet, die irgendetwas festgestellt haben. Das Ergebnis: Wir bekommen den kältesten Winter seit 100 Jahren. Vielleicht dachten sich die Österreicher auch nur: "Hey, lasst uns doch mal ein wenig den Wintersport-Tourismus im Land ankurbeln." Da kommen Meldungen über viel Schnee doch gerade richtig. 
basiert zumindest auf einer wissenschaftlichen Arbeitsweise: der Klimatrend für den kommenden Winter 2017/2018 von der US-Wetterbehörde NOAA
Das ist sicherlich eine schöne Geschichte und dürfte die Herzen aller Winterfans höher schlagen lassen. Leider ist es aber wissenschaftlich gesehen total unseriös. Kein Mensch und auch kein Meteorologe weiß heute, ob wir einen Jahrhundertwinter bekommen werden oder nicht. Und mit einem neuen Klimazyklus hat das schon mal gar nichts zu tun. Klima ist etwas langfristiges und nichts wo von heute auf morgen ein Schalter umgelegt wird und siehe da wie haben einen Jahrhundertwinter.

Die Geschichte auf krone.at oder auf wetter.at ist einfach frei erfunden. Wenn es nach den Schlagzeilen der vergangenen Jahre geht, dann hätten wir fast jedes Jahr einen Jahrhundertwinter bekommen:




Wir hatten in den vergangenen Jahres fast schon alles und jeden der einen Jahrhundertwinter vorher gesagt hat: russische Experten, britische Wissenschaftler und sogar eine Königskerze (Pflanze) aus der ein Jahrhundertwinter herausgelesen wurde.

Wissenschaftlich gesehen gibt es lediglich so genannte Klimatrends. Die können abschätzen, ob eine Jahreszeit wärmer oder kälter, nasser oder trockener als in den Vorjahren werden KÖNNTE. Aber auch die können niemals EXTREMEREIGNISSE wie einen Jahrhundertwinter erkennen.

Folgt man dem Klimatrend der US-Wetterbehörde NOAA für den kommenden Winter, dann steht uns sogar eher ein „zu warmer“ Winter bevor und ein Winter der „nasser als im langjährigen Durchschnitt“ ausfallen könnte, also alles andere als ein Jahrhundertwinter.

Nach echten wissenschaftlichen Berechnungen sieht es aktuell eher nach einem Winter der wärmeren Art aus. Aber auch in einem Winter der letztlich „zu warm“ ausfällt kann es natürlich immer wieder einzelne Phasen mit Schnee und Eis geben. Das darf man nicht vergessen! 

Dienstag, 12. September 2017

Wetter: Orkantief Sebastian bringt uns den ersten Sturm der Saison!

Alle Welt blickt seit Tagen in Richtung Florida und auf den Hurrikan Irma. Dabei ging ein klein wenig die Tatsache unter, dass auch wir hier in West- und Mitteleuropa mit dem ersten Herbststurm der Saison rechnen müssen und zwar schon am morgigen Mittwoch. Dann kommt das Orkantief Sebastian und sorgt für sehr viel Wind. An den Küsten kann es in Böen mehr als 100 km/h geben, auf den Nordseeinseln sogar bis zu 140 oder 150 km/h. Selbst weiter im Westen und in der Mitte sind ab Mittwochnachmittag Böen bis 80 oder 90 km/h möglich.
Orkantief Sebastian: Spitzenböen am Mittwochnachmittag, www.wetter.net
Das mag auf den ersten Blick nicht wirklich spektakulär klingen, ist aber für Mitte September schon eine recht ordentliche Entwicklung. Außerdem sind die meisten Laubbäume derzeit noch sehr dicht belaubt. Das bietet den Sturmböen eine perfekte Angriffsfläche und kann damit einigen Schaden verursachen. Daher sollten an unbedingt schauen, dass man am Mittwoch und noch am Donnerstag Ausflüge in Waldgebiete vermeidet. Auf Terrasse und Balkon gilt es sämtliche Sachen die lose sind zu verzurren. Besonders im Norden müssen wir durch umgestürzte Bäume mit Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr rechnen.

Mit Orkan Sebastian kommen auch starke Regenfälle auf. Das betrifft vor allem die Region vom Saarland über Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Thüringen. Dort fallen ab Mittwochnachmittag bis Donnerstagnachmittag 50 bis 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Stellenweise können es auch noch mehr werden. Neben dem Sturm werden dort dann auch die steigeenden Bach- und Flusspegel zu einem Problem.
Großwetterlage am Dienstagnachmittag: Orkantief Sebastian liegt mit seinem Zentrum noch bei Irland, www.wetter.net

Wie geht es in den nächsten Tagen weiter?

Mittwoch: 14 bis 21 Grad, viele Wolken, ab und zu Schauer, vom Saarland über Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Thüringen kräftiger Regen, in der Mitte und im Norden STURMGEFAHR!
Donnerstag: 10 bis 18 Grad, weiterhin wechselhaft mit Schauern, nach Süden auch Regen
Freitag: 14 bis 20 Grad, Schauerwetter
Samstag: 14 bis 20 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern
Sonntag: 13 bis 21 Grad, mal Sonne, mal Wolken und kurze Schauer
Montag: 13 bis 21 Grad, weiterhin wechselhaft, zeitweise windig, mal Sonne, dann wieder Schauer
Dienstag: 13 bis 20 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern
Mittwoch: 15 bis 21 Grad, viele Wolken, immer wieder neben Sonne auch Schauer
Donnerstag: 20 bis 25 Grad, Wechsel aus Sonne, Wolken und Schauern

Freitag: 16 bis 23 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern

Fazit: So schnell will das windige und wechselhafte Herbstwetter erstmal nicht weichen...

Dienstag, 5. September 2017

Wetter: Hurrikan Irma: "Weite Teile Floridas könnten zerstört werden"

Das sieht derzeit gar nicht gut aus. Wer kann, der sollte in den nächsten Tagen die Karibik und Florida sowie die anliegenden Bundesstaaten der USA unbedingt meiden bzw. diese Regionen so schnell es geht noch verlassen. Die Wetterprognosen für den aufziehenden Hurrikan Irma werden immer düsterer. Die Anzeichen verdichten sich mehr als deutlich, dass sich der Hurrikan zu einem echten Volltreffer für Florida entwickelt. Er könnte zudem genau auf die Metropole Miami treffen.

Binnen weniger Tage steht den USA die nächste Naturkatastrophe ins Haus. Irma peilt einen vor allem für Florida zerstörerischen Kurs an. Der Hurrikan würde einmal komplett von Süd nach Nord über den US-Bundesstaat ziehen. Bei Landgang liegen seine Spitzenböen nach aktuellen Berechnungen bei bis zu 250 km/h. Es werden zudem Regenmengen von 300 bis 400 Litern pro Quadratmeter berechnet. Der Landgang ist für die Nacht zum Sonntag berechnet worden. Vor fast genau 25 Jahren erlebte Florida seinen heftigsten Hurrikan Andrew. Diesen könnte Irma nach den aktuellen Berechnungen deutlich in den Schatten stellen. Wer kann, der sollte die Region schnellstens verlassen.
aktuell berechnete Zugbahn von Hurrikan Irma, Quelle: NOAA
Bereits jetzt ist Irma ein Hurrikan der Stufe 4. Sehr wahrscheinlich wird Irma in den nächsten Stunden sogar die höchste Stufe 5 erreichen. Die Spitzenböen liegen um 250 km/h. Die Zuggeschwindigkeit des Sturms selbst ist dagegen geradezu gemütlich. Nur mit 15 bis 20 km/h zieht der Tropensturm über den Atlantik. 

Irma wird unter anderem Puerto Rico, Kuba und die Bahamas treffen und dann fast direkt auf Florida und auf Miami ziehen. Die weitere Zugbahn sieht derzeit vor, dass der Hurrikan einmal von Süd nach Nord über den gesamten US-Bundesstaat Florida hinweg ziehen könnte. Das wäre das schlimmste Szenario. Es müsste mit schweren Schäden und sehr wahrscheinlich auch mit Todesopfern gerechnet werden. Neben den heftigen Stürmen sind auch starke Regenfälle dabei. Verbreitet fallen im Einflussgebiet des Hurrikans 200 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter, lokal auch noch mehr. 


Neben Florida wären auch Anliegerstaaten wie Alabama oder Georgia betroffen. Derzeit kann man von Reisen in diese Regionen nur dringend abraten. Dort besteht in den kommenden 7 Tagen Lebensgefahr. 
Lage am Montagmorgen Ortszeit: Hurrikan Irma liegt mit seinem Zentrum exakt über dem Süden Floridas, um ihn herum Spitzenböen von über 200 km/h

Montag, 4. September 2017

Wetter: Hurrikan Irma nimmt Kurs auf die US-Ostküste!

Wie wir bereits von Anfang an befürchtet hatten, hat sich Hurrikan Harvey tatsächlich zerstörerischer als Hurrikan Katrina im Jahre 2005 entwickelt. Kaum hat sich Harvey nach tagelangen Dauerregenfällen endlich etwas abgeschwächt, da steht auf dem Atlantik schon der nächste Hurrikan in den Startlöchern. Er trägt den Namen Irma und könnte nach den aktuellen Berechnungen zum kommenden Wochenende direkt auf die US-Ostküste und vor allen Dingen Florida treffen!

In den USA sieht es nur noch einer kurzen Verschnaufpause in Sachen Hurrikan aus. Der Sturm Irma nimmt Florida und Teile des US-Ostküste ins Visier. Derzeit liegt er noch weit draußen auf dem Atlantik, hat aber bereits jetzt schon Spitzengeschwindigkeiten von über 270 km/h erreicht. Im Mittel erreichen die Winde derzeit rund 180 km/h. Innerhalb weniger Stunden hat sich Irma von einem tropischen Sturmtief direkt zu einem Hurrikan der Stufe 2 entwickelt. So eine schnelle Entwicklung hin zu einem Hurrikan der Stufe 2 gibt es nur sehr, sehr selten. Daher sollte Irma genau im Auge behalten werden, dann es könnte ein extrem gefährlicher Hurrikan werden.
aktuelles Zentrum von Hurrikan Irma und weitere Zugbahn
Laut aktuellem Wettertrend könnte Irma am Sonntag oder Montag die US-Ostküste erreichen, wenn er nicht noch vorher abdreht. Das ist derzeit aber eher unwahrscheinlich. Die meisten Wettermodelle deuten derzeit darauf hin, dass Irma die US-Ostküste treffen wird. Ob das genau bei Florida oder etwas weiter nördlich davon sein wird ist allerdings noch unklar.

Auf seiner weiteren Zugbahn ist zu befürchten, dass sich Irma noch zu einem Hurrikan der Stufe 4 entwickeln könnte. Dieser Sturm hat enormes Schadenspotential.
einer aktuellen Prognose zufolge könnte Irma am Sonntag (10.9.) oder Montag (11.9.) direkt auf Florida treffen